[Rezension] „Lena liest ums Leben“ von Manfred Mai

„Lena liest ums Leben“

Inhaltsangabe:

Als ihr Papa plötzlich schwer erkrankt, ist Lena untröstlich. Doch sie lässt sich nicht unterkriegen und überlegt, womit sie ihm am besten helfen kann – obwohl die Ärzte ihn bereits aufgegeben haben. Schließlich stößt sie in der Stadtbücherei auf die richtige »Medizin«, die in keinem Lehrbuch zu finden ist. Alles nur Zufall? Lena ist sich sicher, dass die Geschichte um Franziska, Nasrin, Fabrizio und den Sonderling Martin Maier, die sie ihrem Papa bei jeder sich bietenden Gelegenheit vorliest, ihm wieder auf die Beine hilft. Um den Zauber einer unglaublichen Gesundung aber nicht zu brechen, darf sie darüber mit niemandem reden, nicht einmal mit ihrer Mama. Das Geheimnis zu wahren verwandelt Lena – es kostet Kraft, schärft ihren Sinn für das Wesentliche, lässt sie reifen.

[Quelle: amazon]

Meine Meinung:

Lena ist glücklich als ihr Vater nach Hause kommt. Er dreht sich so lange mit ihr, bis ihm schwindlig wird. Mama und Papa mögens gerne bequem. Der Vater ist Schreiner, die Mutter arbeitet in einer Bank. Lena ist sehr traurig, weil der Vater eine Woche weg sein wird.

Lenas Papa weiß viel. Sogar bei „Wer wird Millionär“. Lena findet das ihr Papa sehr klug ist. Dieser erklärt, dass wenn man viel liest, man auch viel weiß. Lena aber weiß noch nicht so viel. Papa beruhigt sie. Sie sei ja viel jünger als er.

Plötzlich ist da aber diese unerklärliche Krankheit. Die Ärzte geben ihn auf, doch nicht so Lena! Sie sucht nach einer Medizin. Ob sie die Richtige finden wird?

Es ist ein Buch in dem es um eine kleine Familie geht. Innig und liebevoll gehen sie miteinander um. Die Geschichte geht ans Herz. Die Krankheit, bringt alles durcheinander. Wirklich sagen was ihm fehlt, können die Ärzte nicht.

Wie verzweifelt alle sind, merkt man schnell.

Lena ist für mich ein Mädchen das nicht nur hofft, sondern auch ganz fest glaubt. Verständlicherweise, reagiert sie auf das blöde Gerede von Mia agressiv. Man spürt diese Belastung und die Sorgen in jeder Zeile. Zwar wird keine Krankheit genannt, jedoch spürt man, dass es eine Schlimme ist.

Erschreckend für ein Kind, das der starke Vater plötzlich so klein und schmächtig wirkt. Man hat das Gefühl, das der Autor Manfred Mai, eben solche Situation schon erlebt hat. So echt, sind die traurigen Vorkommnisse beschrieben.

Der Schreibstil beinhaltet sehr tiefgreifende Gefühle, Wut, Trauer aber auch Mut. Die Geschichte in der Geschichte handelt von Vorurteilen und greift so das Thema auf, dem sich auch Lena gegenüber sieht.

Eine wunderbar durchdachte Geschichte, von der ich mir nur noch eins gewünscht hätte: Das sie noch mindestens bis zur vollständigen Genesung weiter gegangen wäre und ihr Papa sie im Kreis gewirbelt hätte zum Schluss, ohne umzufallen…kerngesund durch ihre geheime Medizin.

Mein Fazit:

Lena ist ein mutiges Mädchen.

Auch wenn man nicht weiß wie es ausgeht.

Die Liebe zu ihrem Papi, verleiht ihr große Kraft.

 

ISBN: 9783944788425

Lesealter:10 – 12 Jahre

Seiten: 140

Verlag: Fabulus Verlag

Dafür vergebe ich heute:

5 von 5