[Rezension] „Bruderherz: Ich hätte dir so gern die ganze Welt gezeigt“ von Marian Grau

„Bruderherz: Ich hätte dir so gern die ganze Welt gezeigt“

Inhaltsangabe:

Marian ist kein ganz normaler Teenager – denn er ist der jüngste Reiseblogger Deutschlands! Mit seinen 15 Jahren hat er bereits über 31 Länder bereist und auf seiner Liste mit Reisezielen stehen noch etliche weitere. Auf seinem Blog »GeoMarian« schreibt er über seine Reisen und gibt Tipps und Tricks für andere Weltenbummler. Hinter seiner Reiselust steckt jedoch eine bewegende Geschichte: Als Marian neun Jahre alt ist, stirbt sein schwerbehinderter Bruder Marlon – ein Schock, der sein Leben für immer verändert. In seinem Buch berichtet Marian nicht nur farbenfroh und authentisch von seinen Abenteuern auf Reisen, sondern erzählt auch, wie Marlon ihn zu dem Menschen gemacht hat, der er heute ist – ein Mensch, der die ganze Welt sehen will! Seine Berichte von unterwegs sind genauso eine Liebeserklärung an das Reisen wie an seinen geliebten Bruder, den Marian im Herzen immer dabeihat.

Meine Meinung:

Mit nur 11 Jahren reist Marian nach Kambodscha. Mit seiner Mutter. Sein Bruder ist sehr jung gestorben. Es geht über Stuttgart nach Frankfurt mit dem ICE. Seitdem liebt er Flughäfen. Ein Bild von Marlon ist immer mit dabei.
Im 2. Kapitel, erklärt Marian wie das Leben mit seinem Bruder war. Die Ausflüge, die Fahrten mit dem Auto, was man alles spielte, was er mochte, was ihm wichtig war. Aber auch wie er Marlon geholfen hat, als er sich nicht beruhigte. Was er von seinem Bruder lernte. Auch von dem Tag, als sich alles plötzlich veränderte. Nichts mehr war, wie zuvor.

Marian versucht durch das Schreiben, damit klar zu kommen, dass Marlon nicht mehr bei ihm ist. Herzergreifende Gedanken und viel Bruderliebe begleiten die Geschichten. Er schreibt nicht nach einem Zeitplan, sondern folgt seiner Inuition. Wie es ihm, in den Sinn kommt.
Er erzählt über Moskau, kyrillisch geht gar nicht, wie er die Fotos betrachtet. Wenn er mal wieder, einen schlechten Tag in der Schule erwischt hat. Er erzählt von Affen, die auf ihnen rum kletterten. Sehr witzig. Vom Kinderhospiz in Olpe, wo sie immer Urlaub gemacht haben.Von einem weiteren Verlust.

Marian reist von Stadt zu Stadt, Metropole zu Metropole. Besucht ungewöhnliche Orte, die kein Tourist kennt. Denn nur das Besondere, ist eine Reise wert. Gut so Marian!

Berührend beschreibt Marian, das Leben mit seinem Bruder Marlon. Aber auch ohne ihn. Welch Glück, dass er mit seiner Mutter, seinem Vater dessen neuer Frau und der Reisetante viele tolle Abenteuer erlebt. Die Art wie er mit seiner Trauer umgeht, ist speziell. Genau so, wie es für ihn am Besten ist. Er hat sich einen eigenen Weg gesucht um seinem Bruder zu Gedenken. Die Erzählungen gehen mir ans Herz. Man spürt den Schmerz, aber auch die Dankbarkeit. Marian ist froh, dass er Marlon als Bruder hatte. Wer wäre er ohne ihn?

Mein Fazit:

Eine Bruderliebe voller tiefer Gefühle.

Momente in denen man fast spürt, dass Marlon bei Marian ist.

Die Geschichte hat mich tief berührt.

Danke Marian.

 

ISBN: 9783959101431

Lesealter: ab 10 Jahre

Seiten: 208

Veröffentlicht: April 2018

Verlag: Eden Books – Ein Verlag der Edel Germany GmbH

Dafür vergebe ich heute:

5 von 5

 

[Rezension] „Schlaf gut, kleiner Fuchs“ von Dörte Müller

„Schlaf gut, kleiner Fuchs“

Inhaltsangabe:

Der kleine Fuchs lebte glücklich und zufrieden mit seiner Familie im Bau am Waldrand. Das Leben war schön und einfach. Morgens musste er mit seinen Geschwistern zur Fuchsschule gehen und nachmittags konnte er nach Herzenslust herumtollen und spielen. Nur eine Sache störte ihn: Immer musste er so früh ins Bett. Dabei war er viel älter als seine Geschwister!

Die Mutter hatte ihm erklärt, dass es so einfacher für sie sei.
„Wenn ich alle halbe Stunde jemanden ins Bett bringen muss, habe ich keinen Feierabend mehr!“, hatte sie ihren Kindern erklärt.

Meine Meinung:

Was mir gut gefällt sind die Bilder, die alle sehr farbig und liebevoll gezeichnet sind.

Der kleine Fuchs, hat echt keine Lust, so früh ins Bett zu gehen. Er ist doch schon groß. Doch gemeinsam mit dem Uhu, geht es auf nächtliche Streifzüge. Gut kann das nicht ausgehen. Alles kommt raus, als er in eine Falle gerät. Oh je, was nun?

Ben möchte einen Brieffreund. Ach wie schön wäre das. Er stellt sich vor, das dort oben im Mond jemand wohnt. Ist das Traum oder Wirklichkeit? Vielleicht schläft er ja schon. Doch was ist mit dem Brief?

Die Traumwiese ist nur für Schafe. Schnucki die Nr. 20 ist noch jung. Darf nicht mit Mia reden. Mia aber will wissen, warum er so ein anderes Fell hat. Die Gefahr wartet auf der Wiese. Wer wird den Schafen helfen?

Paula hat Durst, sie kann nicht einschlafen. Draußen ist es schön. Die Schaukel zieht sie an. Sterne um sie her. Kurz darauf hat auch der Vater Durst, will auf die Schaukel, jedoch ist er zu schwer. Danach träumen beide wundersam.

Danach folgt noch ein Gedicht.

Insgesamt sind die Geschichten nett formuliert. Ein paar Ungereimtheiten, wie einer Katze auf den Schwanz zu treten, ohne das diese es gleich merkt. Oder das Eltern es wochenlang zulassen, dass ihr Sohn nachts unterwegs ist, ohne sich nicht schon nach der zweiten Nacht auf die Lauer zu legen, kommt mir seltsam vor. Nicht alles ist rund. Da ich aber die Ideen gut finde, und die farbigen Illustrationen sehr schön sind, gibt es 3 Sterne.

Mein Fazit:

Geschichten zum Einschlafen.

Ideen sind schön, die Erzählungen aber leider nicht ganz rund.

 

ASIN: B075SXG4SP

Lesealter: 3 – 6 Jahre

Seiten: 61

Veröffentlicht: September 2017

Verlag: Book Rix

Dafür vergebe ich heute:

3 von 5

 

[Rezension] „Jan, Jenny und der Buschpilot“ von Daniel Ross

„Jan, Jenny und der Buschpilot“

Jan, Jenny und der Buschpilot

Inhaltsangabe:

Jan und Jenny begleiten ihren Vater nach Kanada und dürfen dort sogar in die Schule gehen. Sie freunden sich mit John und Peggy an, den Kindern eines Buschpiloten. Eines Tages nimmt der bärtige Don sie auf einen Rundflug in die Berge mit. Ein tolles Erlebnis – bis sie von einem anderen Flugzeug zur Notlandung gezwungen werden…

Meine Meinung:

Meine Meinung:
Jan und Jenny sind mit ihrem Vater nach Kanada gereist. Sie dürfen dort zur Schule gehen, was ihnen zuerst nicht gefällt. Dort angekommen treffen sie John und Peggy, sie werden ihre neuen Freunde. Alles läuft richtig toll. Sie sind glücklich in Kanada. Aber es taucht ein Mann auf, der ziemlich seltsam ist. Was er nur will?
Bald wollen sie in die Berge. Sie fliegen mit einer Cessna 170 B. Eine andere Cessna versucht sie runterzuholen. Was soll das?
Insgesamt ist es eine schöne Geschichte, über Freundschaft und das Leben in Kanada. Es gibt spannende, traurige und gefährliche Momente. Allerdings fehlt mir ein wirkliches Ende. Es bleibt offen was nach der Rückkehr passiert. Das ist schade.

Mein Fazit:

Eine abenteuerlicher Jugendgeschichte,

mit leider offenem Ende.

 

ISBN: 9783570270493

Lesealter: 9 – 11 Jahre

Seiten: 176

Veröffentlicht: Dezember 1990

Verlag: Bastei Lübbe

Dafür vergebe ich heute:

3 von 5

 

[Rezension] „Das Pferderennen“ von Brigitte Blobel

„Das Pferderennen“

Inhaltsangabe:

Die Schwestern Molle und Bimbo leben mit ihrem Vater, dem Tierarzt Dr. Brendel, ihrer schriftstellernden Mutter und vielen Tieren auf einem alten Gutshof in Norddeutschland. Der ganz besondere Liebling der Familie ist Bimbos Pony Klärchen, ohne dessen Streiche das Leben auf dem Süderhof unvorstellbar wäre. Und dann kommen auch noch die Kinder Danny, Peggy und Ben dazu. Gemeinsam gehen die fünf vom Süderhof von nun an durch dick und dünn! Das alljährliche Reitturnier von Braderup steht bevor. Und Peggy soll teilnehmen – auf Wirbelwind Klärchen. Doch wird das Pony sich gegen die nationale Vollblut-Konkurrenz durchsetzen können?

Meine Meinung:

Was wäre spannender als an einem Pferderennen teilzunehmen . Das denkt sich auch Bimbo. Allerdings wird Bimbo ihr Pony Klärchen nicht reiten, sondern Peggy. Die ersten Versuche sind gut und es gibt sogar schon einen Interessenten für Klärchen. Der ziemlich viel Geld bezahlen möchte. Doch Bimbo überredet ihren Vater damit noch zu warten. Bis das Rennen vorbei ist. Denn man kann 5000 € gewinnen. Ob sie es schaffen können, gegen viele tolle Rennpferde, bleibt abzuwarten.

Insgesamt finde ich das Buch für 9 – 11 Jahre, etwas zu kurz geraten. Man hätte hier  vielleicht besser 3 Teile zusammen veröffentlichen können, um den Kindern auch mitzuteilen, was danach mit Klärchen passiert. Denn das bleibt offen. Natürlich interessiert das jedes Mädchen. Dies war auch mein Hauptgrund, zu Ende zu lesen. Wahrscheinlich kommt das im nächsten Band heraus.

Vom Lesen her ist es sehr gut. Der Schreibstil ist klar und deutlich und bringt die Spannung beim Rennen zum Beispiel sehr gut rüber. Auch die Bestürzung der Mädchen das Klärchen verkauft werden soll, ist spürbar .

Mein Fazit:

Kinder die mit großem Willen, Durchhaltevermögen und

Mut das Unmögliche versuchen.

Leider bleibt aber eine wichtige Frage unbeantwortet.

 

ISBN:  9783570270493

Lesealter: 9 – 11 Jahre

Seiten: 125

Veröffentlicht: 1989

Verlag: Omnibus Verlag

 

Dafür vergebe ich heute:

3 von 5

[Rezension] „Fliegender Stern“ von Ursula Wölfel

„Fliegender Stern“

Inhaltsangabe:

Der kleine Indianer Fliegender Stern möchte zu den Großen gehören. Dann könnte er mit auf die Büffeljagd gehen! Doch die Büffel sind verschwunden, seit die Weißen ins Land gekommen sind. Fliegender Stern und sein bester Freund Grasvogel reiten heimlich zu den Weißen, um herauszufinden, warum sie die Büffel vertrieben haben.

Meine Meinung:

Fliegender Stern ist es leid, zu den Kleinen zu zählen. Er versucht endlich zu den Großen zu gehören. Sein Bruder „Grauer-Hengst“ hilft ihm dabei. Er lernt reiten, Bogen schießen, laufen. Er selbst nimmt sich dann „Grasvogel“ an. Allein bei den Großen, ist es doch langweilig. Sie werden „Bruder-Freunde“. Gemeinsam machen sie sich auf den gefährlichen Weg, zum weißen Mann.

Was ich toll finde ist, dass obwohl „Fliegender Stern“ erst 6 Sommer alt ist, er immer animiert wird sein Bestes zu geben. Er hat die Möglichkeit zu zeigen was er kann. Was ihm die Freiheit gibt sich auszuprobieren. Die Situation der Indianer macht mich traurig. Sie müssen hungern, weil die Büffel vertrieben worden sind. Die Jagd wird so fast unmöglich.

Schön wie die Familie und auch der Stamm zusammen hält. Allerdings mag ich den Schluss nicht. Denn das Ende kommt zu schnell. Empfinde es als ziemlich abgehackt.

Der Schreibstil ist einfach und gut verständlich, voller abenteuerlicher Szenen. Für Jungs ein tolles Buch, das sie vielleicht dazu bringt, auch andere Abenteuergeschichten zu entdecken.

Mein Fazit:

Tapfere Indianerjungen, die sich auf eine Reise begeben,

aber das was kommt leider nicht abwenden können.

 

ISBN: 9783551356574

Lesealter: ab 8 Jahre

Seiten: 112

Veröffentlicht: 2007

Verlag: Carlsen Verlag

 

Dafür vergebe ich heute:

4 von 5

[Rezension] „Fröhliche Tage im fröhlichen Haus!“ von Helge Darnstädt

„Fröhliche Tage im fröhlichen Haus!“

Inhaltsangabe:

Es geht um den Waldi, einen Prachthund. Um ein dickes Poesiealbum. Ein Geschenk das von Herzen kommt. Eine Rettung und Pompom der nicht immer hört.

Meine Meinung:

Onkel August kommt zu Besuch. Er mag keine Hunde. Verzieht dauernd das Gesicht. Doch als Waldi einen Mann verbellt, dessen Auto gerade eine Schramme in Onkel Augusts Auto gefahren hat, ist er plötzlich der Prachthund.

Eine Poesiespruchverwechslung. Weil Petra krank geworden ist. Ja, Männer denke nicht nach wenn sie was tun. Brigitte die den Spruch bekommen sollte, ist etwas füllig. Weshalb sie den Spruch oder eher gesagt den Einkaufszettel von Metzger falsch verstanden hat.

Tja wo ist Muschi hin? Die Katze ist verschwunden. Schon einige Zeit hat man sie nicht mehr gesehen. Dann entdecken Petra und Christoph, was wirklich hinter ihrem verschwinden steckt. Drei davon schenken sie ihrer Oma zum 70. Geburtstag.


Tante Sissi ist echt super. Eigentlich dürfen Sie keinen Krimi schauen, aber Tante Sissi sagt zu allem: ja tun wir. Doch in der Nacht sollte etwas passieren, was Christoph und Petra ziemlich in Aufregung versetzt.

Pompom…der kleine Bruder krabbelt plötzlich. Das nervt. Doch bei Geographie findet Petra, dürfte er gern noch mal das Tintenfäßchen umwerfen, doch er sagt neinneinnein.

Mein Fazit:

Herrliche Verwicklungen im fröhlichen Haus.

 

ISBN: 9783799623421

Lesealter: ab 7 Jahre

Seiten: 63

Veröffentlicht: 1967

Verlag: Titania Verlag

 

Dafür vergebe ich heute:

5 von 5

[Rezension] „Maria und Nico – Geschichte einer Freundschaft“ von Marie Brückner

„Maria und Nico – Geschichte einer Freundschaft“

Inhaltsangabe:

Nico klettert auf den Felsen und hält Ausschau. „Da kommen zwei Männer mit Gewehren, sie kommen zur Quelle hoch. Schnell, Maria, wir treiben die Schafe in den Pferch. Wir können jetzt nicht weg!“ Und damit sind Maria und Nico mitten in einem dramatischen Abenteuer, das sie nur gemeinsam bestehen können. Werden die beiden es schaffen?

Meine Meinung:

Nico muss dringend zu seinem Bruder, ihn bei den Schafen ablösen. Maria will nicht allein bleiben und begleitet ihn. Immer wenn sie auf der Insel ist, geht es ihr viel besser als zu Hause. Sie ist gesünder und es gibt weniger Regeln. Allerdings gelten auf der Insel andere Verhaltensweisen als sonst. Die Frauen sind den Männern unterstellt. Wiedersprechen nicht. Selbst bei den Kindern ist dies so. Maria hält sich daran. Stolz und Ehre sind das höchste Gut.

Finde es allerdings sehr seltsam. Wahrscheinlich ist es der guten Recherche oder der Zeit der Veröffentlichung geschuldet, das dem so ist.

Maria holt aus dem Haus, das ihr Vater gebaut hatte, Proviant und Schlafsäcke. Es wird nachts empfindlich kalt. Leider bleibt es nicht bei einem normalen Ausflug, sondern wird zu einem Abenteuer. Maria kommt an ihre Grenzen, lässt sich aber nichts anmerken, bis sie fast keine Kraft mehr hat.

Nico ist ein wahrer Freund. Er macht sich auf den Weg zum Professor.

Wird er rechtzeitig wieder kommen?

Insgesamt ist es eine Geschichte, die viele spannende und aufregende Momente beinhaltet. Durch die Veröffentlichung 1979 ist die Sprache des Textes, für heutige junge Leser ungewöhnlich. Das mag manchen abschrecken.

Mein Fazit:

Eine Freundschaft, die beiden über alles geht.

Die Sprache ist gewöhnungsbedürftig.

 

ISBN: 3505079693

Lesealter: 9-12 Jahre

Seiten: 62

Veröffentlicht: 1979

Verlag: Franz Schneider Verlag

 

Dafür vergebe ich heute:

4 von 5